Der Himmel hatte sich bereits verdunkelt, als sich die Ritter der Tafelrunde mit ihren Stahlrössern zum Kampf in die Hauptstadt des Vests aufmachten. Als hätte er eine finstere Vorahnung dessen gehabt, was unseren tapferen Helden geschehen sollte.
Sir Gareth – der Sachliche – (Jan Schlüter) 4 Punkte
Sir Lamorak – der Vornehme – (Simon Busch) 2 Punkte
Sir Bedivere – der Galante – (Thorben Sperling) 3 Punkte
Sir Blubrys - der Erdverbundene (Thomas Erdmann) 19 Punkte
Sir Galahad – der Freundliche – (Thomas Lindner) 7 Punkte
Sir Lybyus - der Neue - (Dominik Kipry) 1 Punkt
Sir Tristam – der Ehrenhafte – (Sebastian Schemberg) 2 Punkte
Sir Gigantis - der Riese (Fatih Gören)
Sir Geraint – der Hilfreiche - (Peter Stieldorf) 7 Punkte
Angeführt wurden die Verteidiger endlich einmal wieder vom geliebten König selbst.
Dennoch fing alles schon grausig an, als sich herausstellte, dass Sir Gigantis nicht mit in die Schlacht ziehen durfte, da er seine Kampflizenz nicht finden konnte und auch seine Personalausweisbulle nicht dabei hatte.
Mit selbstbewusst geschwollener Brust gingen wir trotzdem an den Start. In den ersten 8 Minuten war es eher keine Schlacht, sondern mehr ein zielgerichtetes Danebenprügeln. Erst in den letzten beiden Minuten wurden die Edelmänner in einem Handstreich überrumpelt. Uns gelang Nichts; die Gegner machten doch ein paar Pünktchen und unbemerkt setzten sich die Höllenhunde mit 16:7 ab.
Diese Negativserie hielt dann auch im zweiten Viertel an. Wieder wollte Exkalibur nicht warmlaufen und wir konnten ganze magere 8 Punkthiebe setzen. Man muss dazu sagen, dass ohne die zu diesem Zeitpunkt schon erzielten 12 Treffer vom edlen Sir Blubrys ganz schwarze Nacht gewesen wäre.
Wie es in derartigen Schlachten dann immer so ist, ließen wir uns zusätzlich noch von der schwachen Leistung der Regelhüter verärgern und waren eine ganze Zeit lang, mehr mit uns selbst, als mit dem Gegner beschäftigt. Dieser pisackte uns mit einer aggressiven Kampftaktik Mann gegen Mann. Hier waren wir einfach zu grün und waren in den letzten Wochen auch zu faul unseren gestählten Körper zu trainieren, da alle anderen Gegner eigentlich vor Ehrfurcht erstarrten.
Erst in der zweiten Halbzeit, die mit dem ernüchternden Stand von 32:15 begann, hatten wir unsere Verteidigungsreihen wieder geschlossen und konnten diese ausgeglichen gestalten.
Die Viertel endeten mit 14:14 und 15:16.
Leider gelang uns der Schulterschluss zu spät, denn wenn man ehrlich ist, was sich für einen Ritter schickt, muss man auch eingestehen, dass der Gegner gestern übermächtig war und uns am Ende etwas Gnade erwies.
Doch was interessiert uns die Vergangenheit! Die Wunden sind geleckt und beinahe schon wieder geheilt. Am nächsten Sonntag streben wir zu neuen Heldentaten für unseren verehrten König und das heißgeliebte Camelot. Ich bin sicher, dass meine ritterlichen Mitstreiter auch ohne mich, Wiedergutmachung für die Schmach von Gestern betreiben werden.
Euer Sir Galahad
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